Neues Hulsbergviertel

Der Bereich des Neuen Hulsberg-Viertels stellt seit der Mitte des 19. Jahrhunderts einen Gegenpol zum Kontinuum seiner Umgebung dar. Als diese zu Beginn noch von landwirtschaftlichen Flächen geprägt war, bildete es einen ersten Ansatzpunkt städtischer Verdichtung und als dieses Umfeld nur wenig später auf nahezu einheitliche Weise urbanisiert wurde, geriet das Areal des &Mac226;Großen Krankenhauses' zu einer durchgrünten, von architektonischen Solitären geprägten Weitung im Stadtkörper. Dieser die Stadtstruktur bereichernde Gegensatz soll durch das Freiraumkonzept erlebbar gemacht und gestärkt werden. Damit wird das Quartier für viele Anwohner im Osten Bremens zu einem nahegelegenen urbanen Grünraum, der innerhalb des dichten Stadtraums eine hohe Attraktivität gewinnt.
Das Konzept beruht auf &Mac226;grünen Spangen', die übergeordnete Freiraumbeziehungen aufgreifen und das Neue Hulsberg-Viertel mit seinen spezifischen Qualitäten in der mentalen Stadtkarte verankern. Diese Spangen werden als eine urbanisierte Form der Feldstreifen aufgefasst, die bis ins 19. Jahrhundert das Erscheinungsbild dieses Terrains bestimmten und zu dieser Zeit von der sich ausbreitenden Stadt gewissermaßen überzogen wurden. Sie stärken den Zusammenhalt des Quartiers und leiten durch dieses hindurch.
An den Schnittstellen dieser Spangen mit dem angrenzenden Stadtraum werden im Westen, Süden und Osten kleinere Platzflächen mit Baumrastern ausformuliert. Diese wirken als Entrees und perforieren den Umriss des Quartiers. Die grünen Spangen werden von leicht erhöht verlaufenden Wohn- und Gehwegen begleitet und gegliedert.


Gutachterverfahren, 2013
mit Prof. Carsten Lorenzen APS, ARGUS Stadt- und Verkehrsplanung
1. Preis
Auftraggeber: Grundstücksentwicklung Klinikum Bremen-Mitte GmbH & Co. KG
Größe: 139.000 qm