Unter der Paulinenbrücke Stuttgart

Das Umfeld der Stuttgarter Paulinenbrücke ist geprägt durch das Aufeinandertreffen verschiedenster stadtstruktureller und architektonischer Konzepte und funktionaler Ansprüche. Die daraus entstehende räumliche und soziale Vielschichtigkeit birgt Konflikte, ist andererseits jedoch als urbanes Potential anzusehen, zu dessen Entwicklung der landschaftsarchitektonische Entwurf wesentlich beitragen kann. Der Abbruch einer Tankstelle unter der Paulinenbrücke wird planerisch zum Initial für eine Neustrukturierung des Stadtraums. Wichtige stadttopographische Übergänge werden aufgegriffen und akzentuiert. In der Vertikalen geschieht dies durch einen orangeroten Paravent aus Stahllamellen im Bereich des Brückensockels und entlang der neu geschaffenen Treppenanlagen. In den unter der Brücke durchlaufenden Bodenbelag wird ein Streifen aus hellem, wellenförmig ausgeformtem Sichtbeton eingelassen. In der Dunkelheit wird diese Bewegung durch eingebaute Bodenleuchten als Lichtskulptur erfahrbar, deren Weiß zur Farbigkeit des hinterleuchteten Paravents kontrastiert.
Beide Elemente stellen zugleich eine Verbindung zum Umfeld der Marienkirche her, das durch eine Broderie aus Hainbuchenhecken und Zieräpfeln räumlich gefasst und aufgewertet wird.

Ideenverfahren 2007
Auftraggeber: Stadt Stuttgart
Größe: 10.000 qm