Menü

Mainlände Veitshöchheim

Wettbewerb 2018
1. Preis
Zusammenarbeit Wettbewerb: MLA+
Auftraggeber: Gemeinde Veitshöchheim
Fertigstellung: 2022
Größe: 27.500 qm

Der Neubau des Main-Stegs zwischen Veitshöchheim und Margetshöchheim führt zu einer Neuverortung der Gemeindestrukturen. Dabei werden Bezugspunkte, Infrastrukturen und Funktionen verlagert. Dieser Prozess ermöglicht es, die Mainlände als den Ortskern prägende Struktur aufzuwerten. Bislang wird das Zentrum Veitshöchheims von der Polarität zwischen den Ordnungsgefügen des Altorts und des Hofgartens bestimmt. Mit der Neugestaltung des Umfelds der Brückenköpfe am Alten und Neuen Steg zielt das Konzept auf die Stärkung der Mainlände zu einer dritten ortsprägenden Struktur.
Dabei werden die Freiräume um den früheren und den neuen Brückenkopf als komplementäre Länden – also Landungsplätze – für die Bewohner und Gäste der Gemeinde entwickelt. So wird am Neuen Steg ein urbaner Raum ausformuliert („Urbane Lände“), während im Bereich des Alten Stegs landschaftliche Bezüge betont werden („Landschaftliche Lände“).

Die Urbane Lände organisiert Funktionen des Gemeindelebens sowie der touristischen Infrastruktur und formuliert Angebote für Sport und Spiel. Die Landschaftliche Lände inszeniert die Qualität des „grünen“ Ufers und wird als kontemplativer Freiraum mit Bezug zum angrenzenden Landschaftsraum entwickelt. Die Lage am Main und die Erlebbarkeit der Flusslandschaft werden damit in unterschiedlicher Weise aufgegriffen und ausformuliert. So wird zugleich der für die Geschichte Veitshöchheims wichtige Bezug zur Flusslandschaft fortgeschrieben. Motivisch greift die Gestaltung die Struktur fließender und schwingender Strömungslinien im Fluss auf. Sie bilden einen Kontrast zu den Ordnungsgefügen des Orts und Hofgartens und vermitteln den Zusammenhang der beiden räumlich getrennten Freiräume am Fluss.