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Landesgartenschau Überlingen

Wettbewerb 2012
1. Preis
Auftraggeber: Stadt Überlingen
Planung: Leistungsphasen 1-9 nach § 39 HOAI
mit Mark Krieger Pflanzungen
Fertigstellung: 2020
Größe: 65.000 qm
Fotos: Hanns Joosten, LGS 2020 GmbH

Überlingen wurde durch seine Lage am Bodensee zum bedeutenden Handelsplatz und später zum Ziel von Touristen und Kurgästen. Dabei übernahm die Uferlinie stets die Rolle einer exponierten Stadtkante, durch die sich Lagegunst und städtische Identität definierten. Im Zuge dessen wurde die Form der Uferkante zu einer wesentlichen Einflussgröße, die Aneignungsformen vorgab und selbst durch die anthropogene Landnutzung modifiziert wurde.
Die Landesgartenschau greift diese für Überlingen entscheidende räumliche Situation mit der Schaffung eines neuen Parks am westlich der Stadt gelegenen Seeufer auf. Damit stellt sich die Frage, welche Bedeutung der See heute für die Stadt hat und welche Potentiale er für künftige Entwicklungen aufweist. Ziel des Konzeptes ist es, die ökologische Entwicklung und den Anspruch auf Freiraumnutzung dabei synergetisch aufzufassen und auf diese Weise außergewöhnliche ästhetische Szenarien für die Parkgestaltung zu gewinnen.

Durch seinen gestreckten Grundriss ist das Areal des Parks stark durch die wirkungsstarken begrenzenden Naturräume des Bodensees und der Molassekante geprägt. Gestalterisch wird der von natürlichen Gegebenheiten und kulturellen Überformungen bestimmte hybride Charakter dieses Uferbereichs aufgegriffen und weiterentwickelt. So wird mit der Neuformulierung des Übergangs zwischen Felsen und Bodenseeufer kein Zustand einer natürlichen Topographie imitiert, sondern die strukturreichen Formen der Molassekante werden in eine landschaftsarchitektonische Formensprache übersetzt. So wird ein strukturreiches und vielseitig nutzbares Relief geschaffen, dessen Terrassierungen schwingend auf das Bodenseeufer zuführen.